Wir über uns
Presse
Unterschriftslisten
Spendenprojekte
Projekt NORD-IRAK (Yeziden und Christen)
> 12.07.2015
Projekt TUR ABDIN (Türkei)
15.05.2011 - TÜRKEI
14.04.2011 - TÜRKEI
23.02.2009 - TÜRKEI
15.10.2008 - TÜRKEI
BUCHVORSTELLUNGEN
> "Der islamische Faschismus"
> "Krieg oder Frieden - Die arabische Revolution und die Zukunft des Westens"
> "Der Untergang der islamischen Welt"
> "Kuxing - Folter in Tibet"
E-Mail-Aktionskreis
21.05.2018 - TIBET / VR CHINA
13.05.2018 - VAE/JEMEN
06.05.2018 - VR CHINA
29.04.2018 - BURUNDI
15.04.2018 - BRASILIEN
25.03.2018 - SUDAN
18.03.2018 - NEPAL
11.03.2018 - BANGLADESH
04.03.2018 - HAITI
25.02.2018 - PAKISTAN
18.02.2018 - VR CHINA
11.02.2018 - JEMEN
04.02.2018 - LEBENSRECHT
29.01.2018 - MYANMAR (BIRMA)
21.01.2018 - RUSSLAND
14.01.2018 - BAHRAIN
04.01.2018 - VR CHINA
04.12.2017 - IRAN
27.11.2017 - VR CHINA
19.11.2017 - PAKISTAN
12.11.2017 - VENEZUELA
22.10.2017 - KAMBODSCHA
15.10.2017 - TÜRKEI
08.10.2017 - KAMERUN
01.10.2017 - SUDAN
24.09.2017 - VR CHINA
17.09.2017 - BURUNDI
09.09.2017 - TADSCHIKISTAN
30.07.2017 - THAILAND
23.07.2017 - VAE / JEMEN
16.07.2017 - TÜRKEI
09.07.2017 - TOGO
02.07.2017 - ÄGYPTEN
26.06.2017 - TIBET / VR CHINA
18.06.2017 - INDONESIEN
27.05.2017 - EMIRATE
14.05.2017 - ERITREA
01.05.2017 - MYANMAR (Birma)
24.04.2017 - LEBENSRECHT
26.03.2017 - LEBENSRECHT
19.03.2017 - IRAN
12.03.2017 - KASACHSTAN
05.03.2017 - SYRIEN
18.02.2017 - SYRIEN
12.02.2017 - MYANMAR (BIRMA)
05.02.2017 - ASERBAIDSCHAN
29.01.2017 - BANGLADESH
22.01.2017 - MYANMAR (BIRMA)
15.01.2017 - TIBET
08.01.2017 - VR CHINA
10.12.2016 - MALAWI
29.11.2016 - NORD-IRAK
22.11.2016 - SUDAN
13.11.2016 - BRASILIEN
06.11.2016 - IRAN
29.10.2016 - MALAYSIA
23.10.2016 - SAUDI-ARABIEN
09.10.2016 - VIETNAM
03.10.2016 - JEMEN
26.09.2016 - NORWEGEN
11.09.2016 - KIRGISIEN
04.09.2016 - VR CHINA / TIBET
27.08.2016 - NAURU
24.07.2016 - INDONESIEN
10.07.2016 - KOLUMBIEN
19.06.2016 - KUBA
11.06.2016 - MEXIKO
29.05.2016 - Kriegsverbrechertribunal für IS-Täter
22.05.2016 - VR CHINA
14.05.2016 - IRAN
01.05.2016 - TÜRKEI
10.04.2016 - VR CHINA / TIBET
22.03.2016 - IRAN
13.03.2016 - INDIEN
06.03.2016 - ÄGYPTEN
28.02.2016 - KRIM / RUSSLAND
21.02.2016 - LAOS
14.02.2016 - USA
07.02.2016 - ÄTHIOPIEN
31.01.2016 - VIETNAM
23.01.2016 - LEBENSRECHT / IRAN
17.01.2016 - TIBET
10.01.2016 - IRAN
13.12.2015 - VR CHINA
29.11.2015 - INDIEN
22.11.2015 - VR CHINA
08.11.2015 - INDONESIEN
02.11.2015 - VENEZUELA
27.09.2015 - ZIMBABWE
06.09.2015 - VR CHINA
16.08.2015 - VIETNAM
14.07.2015 - IRAN
11.07.2015 - INDONESIEN
06.07.2015 - GAMBIA
   
 


Quelle: Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter, www.acat-deutschland.de

Am 21. Februar 2018 wurde der jemenitische Journalist Awad Kashmeem von Angehörigen einer Eliteeinheit der jemenitischen Armee in der Stadt Mukalla verhaftet. Der Haftbefehl soll vom Gouverneur der Provinz Hadramawt veranlasst worden sein.

Awad Kashmeem hatte für die Zeitung „Aden Al-Ghad“ gearbeitet, bevor er Herausgeber der Zeitung „30. November“ wurde. Er ist nach Angaben der renommierten Menschenrechtsorganisation Gulf Center for Human Rights – GCHR (Golf-Zentrum für Menschenrechte) seit langer Zeit Mitglied der Jemenitischen Union für Journalisten, deren Komitee für Meinungsfreiheit er leitet.

Der Journalist wurde auf seinem Weg zur Arbeit von Eliteeinheiten verhaftet und an einen unbekannten Ort gebracht. Es gibt Hinweise, dass Awad Kashmeem bei der Armee in Mukalla, der Hauptstadt von Hadramawt, festgehalten wird. Die jemenitischen Behörden haben dies allerdings zurückgewiesen.

Der Journalist ist bekannt für seine Kampagnen gegen Korruption von Staatsbediensteten und für seine starke Kritik an den Militäraktionen der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) in Hadramawt. Alle Truppen in der Provinz stehen unter der Aufsicht der VAE, die das Gebiet kontrollieren.

In seinem letzten Beitrag bei Facebook kritisierte Awad Kashmeem die Militärpropaganda der VAE. Er verwies auf den Verlust an Menschenleben in der jemenitischen Bevölkerung, die Zerstörungen und äußerte sich kritisch gegenüber der jüngsten Militäraktion in der Provinzhauptstadt Mukalla.

Mukalla litt bis 2016 unter der Kontrolle durch das Terrornetzwerk Al-Qaida. Anschließend wurde die Stadt bei der Eroberung durch die VAE stark verwüstet und von deren Truppen besetzt.

Der Jemen ist für Journalisten eines der gefährlichsten Länder der Welt.

Als Kriegspartei, die u.a. die Provinz Hadhramawt kontrolliert, sind die VAE nach Einschätzung der Organisationen GCHR und Reporter ohne Grenzen direkt für das Schicksal des „Verschwundenen“ verantwortlich. Awad Kashmeem ist in großer Gefahr, gefoltert zu werden.

Wie Recherchen von Human Rights Watch und der Nachrichtenagentur Associated Press (AP) ergaben, sind die VAE und mit ihnen verbündete Militäreinheiten im Jemen für zahlreiches „Verschwindenlassen“ und für die massive Anwendung von Folter in Geheimgefängnissen verantwortlich.

Die VAE haben 2015 an der Seite Saudi-Arabiens militärisch eingegriffen, um für den gewählten und international anerkannten Präsidenten Hadi die Herrschaft über das gesamte Staatsgebiet zurückzuerlangen und die Huthi-Regierung zu vertreiben. Zudem kämpft die Militärkoalition gegen sunnitische Terrororganisationen.

Der Jemen-Krieg gilt mit seinen Folgen als eine der derzeit größten humanitären Katastrophen. Durch den Stellvertreterkrieg sind mindestens zwei Drittel der Menschen auf Nahrungshilfe angewiesen. Aufgrund der unzureichenden Versorgung sind Millionen Menschen vom Hungertod bedroht. Etwa eine Million EinwohnerInnen sind an Cholera erkrankt. Seit Jahren erhalten die VAE auch aus Deutschland Waffen und Militärtechnologie.


>>> Bitte helfen Sie mit, die Freilassung von Awad Kashmeem zu erreichen, indem Sie das nachfolgende Schreiben kurzfristig an die genannten Stellen schicken.


+ + + + +

Seine Hoheit
Sheikh Mohammed bin Rashid Al Maktoum
Prime Minister and Minister of Defense of UAE
℅: Botschaft der Vereinigten Arabischen Emirate
Hiroshimastraße 18 - 20
D-10785 Berlin
 
Fax: 030-51651900
E-Mail: AmbOffice.Berlin@mofa.gov.ae 


Eure Hoheit,

in großer Sorge um das Schicksal des jemenitischen Journalisten Herrn Awad Kashmeem wende ich mich an Sie.

Am 21. Februar 2018 wurde dieser von Angehörigen einer Eliteeinheit der jemenitischen Armee auf seinem Weg zur Arbeit in der Stadt Mukalla verhaftet und an einen unbekannten Ort gebracht. Der Haftbefehl soll durch den Gouverneur von Hadramawt veranlasst worden sein.

Einigen Hinweisen zufolge wird Awad Kashmeem bei der jemenitischen Armee in Mukalla festgehalten. Die jemenitischen Behörden haben diese Berichte allerdings zurückgewiesen.

Eure Hoheit, aufgrund der militärischen Kontrolle, die Ihr Land in der Republik Jemen ausübt, ersuche ich Sie, Ihren Einfluss geltend zu machen, dass:

>   Herrn Awad Kashmeems körperliche und psychische Integrität geachtet wird und ihm uneingeschränkter Zugang zu Ärzten, Angehörigen und Anwälten gewährt wird;
>   Herr Awad Kashmeem und alle anderen inhaftierten Journalisten und Menschenrechtsverteidiger unverzüglich, bedingungslos und dauerhaft freigelassen werden und ihrer legitimen Arbeit ohne Repressalien nachgehen können;
> die Praxis des „Verschwindenlassens“ und der willkürlichen Haft in allen von den Sicherheitskräften Ihres Landes oder von verbündeten Militäreinheiten kontrollierten Gebieten des Jemen beendet wird.

Hochachtungsvoll



KOPIEN:

>>> Auswärtiges Amt, Berlin, Fax: 03018-17-3402, E-Mail: poststelle@auswaertiges-amt.de     
>>> Deutscher Bundestag, Ausschuss für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe, Fax: 030-227-36051, E-Mail: menschenrechtsausschuss@bundestag.de