ARBEITSKREIS MENSCHENRECHTE (AKM)
◆ Working Group for Human Rights ◆

KUBA: Bürgerrechtlerin Martha Sánchez noch immer in Haft

Quelle: Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), www.igfm.de 

Die „Damen in Weiß“ („Damas de Blanco“) sind die international bekannteste Bürgerrechtsbewegung Kubas. Sie gründeten sich im Jahr 2003, als im so genannten kubanischen „schwarzen Frühling“ 75 Bürgerrechtler und unabhängige Journalisten willkürlich verhaftet wurden. Die Ehefrauen, Schwestern und Mütter politischer Gefangener setzen sich seitdem friedlich für die Freilassung aller politischen Gefangenen auf Kuba ein. 

Ganz in weiß gekleidet besuchen sie regelmäßig die Sonntagsmessen in zahlreichen Städten Kubas und marschieren danach schweigend durch die Straßen. Dabei halten sie eine Gladiole in der einen und ein Foto eines inhaftierten Angehörigen in der anderen Hand. 

Das Europäische Parlament zeichnete die „Damen in Weiß” im Dezember 2005 für ihren couragierten Einsatz für die Menschenrechte mit dem Sacharow-Preis für Geistige Freiheit aus. Obwohl sie seit Beginn Gewalt und Repressalien ausgesetzt sind, weigern sich die Frauen, ihren Kampf für Menschenrechte und Freiheit in Kuba aufzugeben. Regelmäßig werden sie von regimenahen Schlägergruppen angegriffen und von staatlichen Stellen an friedlicher Meinungsäußerung gehindert. So auch Martha Sánchez.

Martha Sánchez wurde am 11. März 2018 verhaftet, als sie auf dem Weg zur Kirche San Marcos war. Unter anderem wegen Ungehorsam und Störung der öffentlichen Ordnung wurde die Mutter von vier Kindern zu einer viereinhalbjährigen Haftstrafe verurteilt, die sie bis heute absitzt.

>>> Bitte helfen Sie mit, die Freilassung dieser Bürgerrechtlerin zu erreichen, indem Sie das nachfolgende Schreiben kurzfristig an die genannten Stellen schicken.

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Seine Exzellenz
Präsident Miguel Díaz Canel
c/o Botschaft der Republik Kuba 
Stavangerstrasse 20
D-10439 Berlin

Fax: 030 447 370 38
E-Mail: recepcion@botschaft-kuba.de 


Exzellenz,

erlauben Sie mir, Ihre Aufmerksamkeit auf das Schicksal von Martha Sánchez zu lenken. Die Bürgerrechtlerin der  „Damas de Blanco“ wurde am 11. März 2018 verhaftet, als sie auf dem Weg zur Kirche San Marcos war. 

Obwohl sie weder gewalttätig war noch zu Gewalt aufgerufen hatte, wurde die Mutter von vier Kindern unter anderem wegen Ungehorsams und Störung der öffentlichen Ordnung zu einer viereinhalbjährigen Haftstrafe verurteilt, die sie bis heute absitzt.

Als Mitglied der Vereinten Nationen hat sich die Republik Kuba dazu verpflichtet, die Menschenrechte - so auch die Meinungsfreiheit - zu schützen. Aus diesem Grunde bitte ich Sie, sich dafür einzusetzen, dass Frau Martha Sánchez unverzüglich freigelassen wird.

Freundliche Grüße



KOPIEN:

>>> Auswärtiges Amt, Berlin, Fax: 03018-17-3402, E-Mail: buergerservice@diplo.de    
     
>>> Deutscher Bundestag, Ausschuss für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe, Vorsitzende: Frau Gyde Jensen, Fax: 030-227-36051, E-Mail: gyde.jensen@bundestag.de