Arbeitskreis Menschenrechte (AKM)

- Working Group for Human Rights -

VR CHINA: Über 1 Million Uiguren in „Umerziehungslagern“

Quelle: Gesellschaft für bedrohte Völker e.V., www.gfbv.de

Medien in aller Welt berichteten im November 2019 über die Verfolgung von Uiguren im chinesischen Gulag. Denn neu bekannt gewordene Geheimdokumente belegen, dass auf Anordnung der chinesischen Regierung mehr als 1,5 Millionen muslimische Uiguren, Kasachen und Kirgisen gegen ihren Willen in Lagern festgehalten werden. Diese „China cables“ machen deutlich, wie systematisch und menschenverachtend China bei der Verfolgung seiner muslimischen Nationalitäten im Nordwesten des Landes vorgeht.


Hunderttausende Familien werden auseinandergerissen, Menschen werden willkürlich allein aufgrund ihres Glaubens und ihrer ethnischen Abstammung auf unbestimmte Zeit inhaftiert. Selbst für angesehene Geschäftsleute, Schriftsteller, Wissenschaftler oder Mitglieder der kommunistischen Partei gibt es kein Pardon. Auch vor Folter, Vergewaltigung und Gehirnwäsche wird in den Umerziehungslagern nicht zurückgeschreckt. Mit der systematischen Zerstörung Jahrhunderte alter Moscheen und anderer Kulturgüter will Chinas Regierung die Spuren muslimischen Lebens in Ostturkestan (Xinjiang) auslöschen. Es ist eine der schlimmsten Menschenrechtsverletzungen dieses Jahrhunderts, es ist ein kultureller Völkermord! 

  

VW muss Verantwortung übernehmen

Trotz der schweren Menschenrechtsverletzungen produziert VW dort weiter Autos, so als ob nichts geschehen wäre. Und VW-Chef Diess erklärte auf einem Auto-Salon in China, er wisse nichts von den Lagern. Das ist ein Skandal! Denn die Gesellschaft für bedrohte Völker warnte den damaligen VW-Chef Winterkorn bereits in einem Gespräch im Juni 2012 vor der Eröffnung des Werkes in Urumtschi und vor schweren Menschenrechtsverletzungen an Uiguren. VW behauptet in seinen eigenen Verhaltensgrundsätzen, Menschenrechte zu achten und zu fördern. Doch wie kann der Konzern in Urumtschi Familien-Limousinen produzieren, wenn wenige Meter neben dem Werk willkürlich Familien auseinandergerissen und zerstört werden?

VW-Werk in Urumtschi

>>> Bitte beteiligen Sie sich an der Online-Petition der Gesellschaft für bedrohte Völker und fordern Sie VW-Chef Diess auf, das Engagement seines Unternehmens im Nordwesten Chinas auf den Prüfstand zu stellen. Unabhängige Prüfer sollen untersuchen, ob VW zur Förderung der Menschenrechte der Uiguren beiträgt. Ein Rückzug Volkswagens aus der Region würde zwar nicht die Lager unmittelbar schließen, hätte aber eine hohe symbolische Bedeutung. Wegschauen und ignorieren ist bei Völkermord keine Lösung. Wenn VW glaubwürdig bleiben will, muss es nun handeln! Die Online-Petition erreichen Sie unter folgendem Link: https://www.gfbv.de/de/aktiv-werden/online-petitionen/vw-muss-verantwortung-uebernehmen/