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Quelle: Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter, www.acat-deutschland.de

Nach Monaten der Belagerung, des erbarmungslosen Aushungerns und Bombardierens des Ostteils der Stadt Aleppo durch syrisches, russisches und iranisches Militär haben Truppen des Assad-Regimes Ende vergangenen Jahres die weitgehend zerstörte Stadt vollständig unter ihre Kontrolle gebracht.

Der 26-jährige Abdulhadi Kamel „verschwand“ am 16.12.2016 im Westen der Stadt während der sogenannten „Evakuierung“ von Zivilpersonen aus Ost-Aleppo. Ein naher Verwandter befand sich mit ihm im selben Konvoi, als syrische Regierungstruppen das Fahrzeug stoppten und die Männer aufforderten, auszusteigen. Ihr Eigentum wurde beschlagnahmt und sie wurden gezwungen, sich mit dem Gesicht nach unten auf den Boden zu legen. Die Regierungskräfte feuerten dann Schüsse in die Luft ab und verletzten Abdulhadi Kamel und andere durch verirrte Geschosse. Laut Aussagen des Angehörigen nahm ein Krankenwagen die Verletzten, darunter auch Abdulhadi Kamel, in ein nicht näher bekanntes Krankenhaus mit.

Abdulhadi Kamels Familie wurde von einer Mittelsperson, welche die Deportation überwachte, versichert, dass er wieder zu ihnen stoßen würde. Dennoch wird er seither vermisst.

Am 5. Januar 2017 tauchte der junge Mann in einem Video auf, das an einem unbekannten Ort aufgenommen und dann von ANNA- Nachrichten, einer abchasischen Nachrichten- agentur, auf YouTube eingestellt worden war. In dem Video erklärt Abdulhadi Kamel, dass er als Freiwilliger für die Weißhelme, auch als Syrischer Zivilschutz bekannt, gearbeitet habe. Weiter heißt es, dass die Weißhelme nur vortäuschten, eine Rettungsorganisation zu sein. Die Familie geht von einem erzwungenen Geständnis aus, zumal es keine Hinweise auf Verbindungen mit den humanitären Helfern gibt.

Amnesty International forderte die syrische Regierung am 28.11.2016 angesichts der seit Kriegsbeginn zahlreichen Fälle willkürlicher Inhaftierungen und des „Verschwindenlassens“ auf, Vergeltungsangriffe gegen Zivilpersonen in Ost-Aleppo zu unterlassen. Die UNO berichtete am 13.12.2016 über glaubwürdige Hinweise, dass bis zu 82 Zivilpersonen in ihren Häusern oder in den Straßen durch Regierungstruppen außergerichtlich exekutiert worden seien. Anfang Dezember 2016 war zudem bekannt geworden, dass nach UN-Angaben Hunderte Männer und Jungen aus eroberten Gebieten abgeführt wurden und seither vermisst sind.

Neben den unzähligen Toten durch Kampfhandlungen sind laut Amnesty International in Syrien mehr als 17.000 in Haft getötete Oppositionelle und über 65.000 „Verschwundene“ zu beklagen. Mitte Dezember 2016 war zwischen der syrischen Regierung und Rebellengruppen ein Abkommen vereinbart worden, das eine „Evakuierung“ der Bevölkerung Ost-Aleppos mit Autos und Bussen vorsah. Erst am 19.12.2016 beschloss der UN-Sicherheitsrat, Beobachter dorthin zu schicken – zu spät, um die Zivilisten auch nur ansatzweise zu schützen. Mehrere Medien und Human Rights Watch berichteten, dass während der Eroberung Flugblätter abgeworfen wurden. Der Bevölkerung soll gedroht worden sein: „Wenn ihr diese Gebiete nicht sofort verlasst, werdet ihr vernichtet! Ihr wisst, dass euch alle aufgegeben haben.“

>>> Bitte setzen Sie ein Zeichen, dass zum weder das Schicksal Abdulhadi Kamels noch das Leid der anderen „Verschwundenen“ uns gleichgültig lässt, indem Sie das nachfolgende Schreiben kurzfristig an die genannten Stellen schicken.

Unterstützen Sie auch die Online-Aktion von Amnesty International, die Sie unter folgendem Link erreichen:

+ + + + +




S.E. Präsident Bashar al-Assad
c/o: Botschaft der Arabischen Republik Syrien
Rauchstr. 25
D-10787 Berlin

Fax:  030-50177311
E-Mail: info@syrianembassy.de 





Exzellenz,

mit großer Besorgnis verfolge ich die Berichte über außergerichtliche Hinrichtungen und über das gewaltsame „Verschwindenlassen“ von Zivilisten im Zuge der Einnahme Ost-Aleppos durch syrische Regierungstruppen. Die UNO berichtete, dass nach glaubwürdigen Informationen bis zu 82 Zivilisten in ihren Häusern oder auf den Straßen der Stadt außergerichtlich exekutiert wurden. Hunderte Männer und Jungen sollen aus eroberten Gebieten abgeführt worden sein. Sie gelten als vermisst.

Am 16.12.2016 „verschwand“ in West-Aleppo der 26-jährige Abdulhadi Kamel. Er befand sich in einem Konvoi aus dem Ostteil der Stadt, als Regierungstruppen das Fahrzeug stoppten und die Männer aufforderten, auszusteigen. Ihr Eigentum wurde beschlagnahmt und sie mussten sich mit dem Gesicht nach unten auf den Boden legen. Die Regierungskräfte feuerten Schüsse in die Luft ab und verletzten Abdulhadi Kamel und andere dadurch. Es wurde mitgeteilt, dass ein Krankenwagen die Verletzten, darunter auch Abdulhadi Kamel, in ein nicht näher bekanntes Krankenhaus bringen werde. Abdulhadi Kamel ist seitdem „verschwunden“.

Hiermit appelliere ich an Sie,

>    den Verbleib Abdulhadi Kamels und aller anderen „Verschwundenen“ unverzüglich und vollständig aufzuklären und dann unverzüglich ihre Freilassung zu verfügen;

>    dafür Sorge zu tragen, dass alle Personen, die wie möglicherweise auch Abdulhadi Kamel von Sicherheitskräften festgehalten werden, Schutz vor Folter und Misshandlungen und uneingeschränkten Zugang zu Ärzten, Angehörigen und Rechtsbeiständen erhalten;

>    dem „Verschwindenlassen“, der Folter und außergerichtlichen Hinrichtungen in Syrien Einhalt zu gebieten.

Freundliche Grüße




KOPIEN:

>>> Auswärtiges Amt, Berlin, Fax: 03018-17-3402, E-Mail: poststelle@auswaertiges-amt.de   

>>> Deutscher Bundestag, Ausschuss für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe, Fax: 030-227-36051, E-Mail: menschenrechtsausschuss@bundestag.de