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Eine Analyse - Von Hamed Abdel-Samad, Droemer-Verlag, München, 2014, 223 Seiten, gebunden, Preis: 18,00 EUR

Der Islamismus entstand parallel zum italienischen Faschismus und zum National- sozialismus. Sein faschistoides Gedankengut allerdings reicht - so der ägyptisch- stämmige Autor - viel weiter zurück, es sei bereits im Ur-Islam angelegt.

In seiner Analyse spannt er einen Bogen von den Ursprüngen des Islam bis hin zur Gegenwart. Dabei scheinen die Grundzüge des Faschismus überall durch. Interessant sind die Darstellung der direkten Kontakte zwischen islamischen Fanatikern und den Nationalsozialisten während der Hitlerzeit und die Verehrung, die der „Führer“ in diesen Kreisen genoss.

Hamed Abdel-Samad will mit seinen Thesen durchaus provozieren. Problematisch erscheint aus meiner Sicht, dass er bei der Beurteilung des Ur-Islam sich auf Überlieferungen stützt, und zwar auf die, die auch die Fanatiker verwenden. Aber gerade das ist problematisch! Die Überlieferungen („Hadithe“) sind im Islam nicht überall als authentisch anerkannt,.

In seinen Ausführungen erwähnt er u.a. die Ahmadiyya-Muslime, eine islamische Reformbewegung, die ihren Ursprung in Pakistan hat. Der Gründer und auch die Khalifen der Ahmadi-Muslime haben sich stets gegen eine fanatische Interpretation ausgesprochen und diese als un-islamisch verworfen. Sir Muhammad Zafrullah Khan, früherer  Präsident des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag und Ahmadi-Muslim, sah in der richtigen Interpretation des Korans die Vorwegnahme der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und hat dies in seinem Buch „Islam und Menschenrechte“ detailliert dargelegt.  Ähnlich verhält es sich mit den Anhängern der aus dem Islam hervorgegangenen Bahá’í-Religion,  die den Koran als authentisches Wort Gottes betrachten, deren Stifter, Bahá’u’lláh, aber die Interpretation und die „Überlieferungen“ der Fanatiker als Menschenwerk verwerfen. Letztlich kann sich der Prophet Mohammed nicht gegen die Vereinnahmung für Mord und Totschlag erwehren.

Wenn es Hamed Abdel-Samads Überzeugung ist, dass bereits der Stifter des Islam faschistoide Züge aufweist, so muss man das so stehen lassen. Mir scheint es hilfreicher, der Autor hätte die Überlieferungen zur Person Mohammeds unter die Lupe genommen, die kritischen  Passagen im Heiligen Buch der Muslime im Zusammenhang gesehen und den Propheten als Beispiel für Toleranz und Barmherzigkeit herausgestellt. Er hätte damit gute Argumente gegen die islamistische Propaganda und würde damit zugleich die Gefühle gläubiger Muslime zu ihrem Gründer nicht verletzen.

FAZIT: Das Buch ist lesenswert und interessant - auch vor dem Hintergrund, dass es von einem Ägypter geschrieben wurde und was dadurch dokumentiert, dass es in seinem Herkunftsland keinen islamistischen Einheitsbrei gibt, sondern durchaus Menschen, die sich nicht scheuen, ihren eigenen Verstand zu gebrauchen.  Die Haltung des Autors zum Islam und dessen Stifter erscheint mir indes problematisch, man braucht sie aber nicht zu teilen.