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Quelle: u.a. Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter / ACAT, www.acat-deutschland.de

Johan Teterissa, ein Grund- schullehrer und politischer Aktivist aus der indonesischen Provinz der Molukken, leistet derzeit eine 15-jährige Haftstrafe in der Straf- vollzugsanstalt Batu auf der Insel Nusa- kambangan in Zentral-Java ab. Er wurde am 29. Juni 2007 festgenommen, nachdem er gemeinsam mit 22 weiteren politischen Aktivisten in Ambon, der Provinzhauptstadt der südlichen Molukken, an einer friedlichen Demonstration teilgenommen hatte. Die Protestveranstaltung fand in Anwesenheit des damaligen Präsidenten Susilo Bambang Yudhoyono im Rahmen einer Feier anlässlich des Nationalen Familientags statt.

Während der Feier führten unter der Leitung Johan Teterissas mehrere Aktivisten einen traditionellen Kriegstanz auf und hoben am Ende die verbotene „Benang-Raja“-Flagge, die für die Unabhängigkeit der südlichen Inselgruppe der Molukken steht.

Die Polizeikräfte nahmen sie anschließend fest und folterten sie. Die Verhafteten wurden u.a. geschlagen, mit Elektrokabeln ausgepeitscht und mussten bäuchlings über heißen Asphalt robben. Man feuerte Schüsse direkt neben ihren Ohren ab, was in einigen Fällen zu Taubheit auf einem Ohr geführt haben soll. Einige Gefangene zwang man, schriftlich den Verzicht auf einen Anwalt zu erklären.  Auch während der nachfolgenden Verhöre wurden die Gefangenen Opfer von Folter.

Gegen Johan Teterissa und die übrigen Aktivisten erging Anklage wegen „Rebellion“. Am 4. April 2008 verurteilte ein Gericht Johan Teterissa zu lebenslanger Haft, weil er das Flaggenhissen angeführt hatte. Drei Monate später wurde das Strafmaß im Berufungsprozess auf 15 Jahre herabgesetzt.

Im November 2008 bezeichnete die UN-Arbeitsgruppe zu willkürlichen Inhaftierungen die Haft Johan Teterissas als willkürlich. Das Expertengremium vertritt die Auffassung, das Verfahren sei unfair gewesen und dem Angeklagten sei die Freiheit entzogen worden, weil er seine Rechte auf freie Meinungsäußerung und Versammlungsfreiheit in friedlicher Weise wahrgenommen hat.

Amnesty International (AI) sieht in Johan Teterissa einen gewaltlosen politischen Gefangenen. Bislang hat keine unabhängige Untersuchung der erhobenen Foltervorwürfe stattgefunden, sodass die beteiligten Angehörigen der Polizei nicht zur Verantwortung gezogen worden sind.

Amnesty International hat in den vergangenen Jahren mehrfach über Misshandlungen berichtet, denen Johan Teterissa in verschiedenen Gefängnissen ausgesetzt war. Ebenso blieb ihm wiederholt eine angemessene medizinische Versorgung in der Haft verwehrt. Im Juli 2010 versuchte ein unabhängiger Arzt, Johan Teterissa zu besuchen. Die Gefängnisbehörden wiesen ihn jedoch ab.

Eine Verbesserung der Situation trat schließlich im Februar 2016 ein. Die Gefängnisbehörden haben dem Aktivisten Zugang zu medizinischer Versorgung gewährt, da dieser seit mehr als zwei Monaten starke Schmerzen in den Beinen hatte. Johan Teterissa konnte nun von einem externen Facharzt untersucht werden und hat Medikamente zur Behandlung der Schmerzen erhalten. Es ist anzunehmen, dass er in den nächsten Monaten weitere medizinische Versorgung benötigen wird.

Das Gefängnis, in dem Johan Teterissa derzeit festgehalten wird, liegt 2.500 Kilometer von dem Wohnort seiner Familie entfernt. Seinen Angehörigen ist es daher kaum möglich, ihn zu besuchen.



Die Molukken sind eine indonesische Inselgruppe zwischen Sulawesi (Celebes) und Neuguinea. Sie umfassen ein Gebiet von 74.505 km² mit 2,1 Millionen Einwohnern. Die Hauptstadt der Region ist Ambon. Verwaltungsmäßig ist die Inselgruppe in die zwei Provinzen Maluku (Molukken) und Maluku Utara (Nordmolukken) geteilt. Die Molukken tragen den Beinamen „Gewürzinseln“, da Gewürze die Grundlage eines profitablen Handels waren.

Die Bevölkerung besteht überwiegend aus Malaien und daneben kleineren Volksgruppen mit melanesischen und papuanische Wurzeln. Der hohe Anteil von Christen (etwa 33 %) ist durch die zahlreichen islamischen Einwanderer aus anderen Teilen Indonesiens mittlerweile rückläufig.

1663 kamen die Molukken in niederländischen Besitz. Während des 2. Weltkriegs besetzte Japan die Inseln, die nach dem Ende des Krieges gegen den Willen der Bevölkerung Teil von Indonesien wurden.

1950 proklamierte der christliche Teil der Bevölkerung in den Süd-Molukken die unabhängige Republik Maluku Selatan.  Der Abspaltungsversuch wurde von der indonesischen Armee mit Waffengewalt unterdrückt. Die Spannungen zwischen Muslimen und Christen blieben weiterhin untergründig bestehen.


>>> Bitte helfen Sie mit, die Freilassung von Johan Teterissa zu erreichen, indem Sie das nachfolgende Schreiben kurzfristig an die genannten Stellen schicken.


+ + + +

H.E. Mr. Yasonna Laoly
Minister of Law and Human Rights
c/o: Botschaft der Republik Indonesien
Lehrter Straße 16-17
D-10557 Berlin

Fax: 030-44737142
E-Mail: info@indonesian-embassy.de



Sehr geehrter Herr Minister,

Berichte über die fortdauernde Gefangenschaft von Herrn Johan Teterissa in der Strafvollzugsanstalt Batu auf der Insel Nusakambangan in Zentral-Java erfüllen mich mit großer Besorgnis.

Der Grundschullehrer war am 29. Juni 2007 festgenommen worden, nachdem er gemeinsam mit 22 weiteren politischen AktivistInnen in Ambon an einer friedlichen Demonstration teilgenommen hatte. Dabei wurde eine Flagge gehisst, die für die Unabhängigkeit der Süd-Molukken steht.

Am 4. April 2008 hatte ein Gericht Johan Teterissa unter dem Vorwurf, das Flaggenhissen angeführt zu haben, zu lebenslanger Haft verurteilt. Drei Monate später wurde das Strafmaß im Berufungsprozess auf 15 Jahre herabgesetzt.

Nach Ansicht der UN-Arbeitsgruppe zu willkürlichen Inhaftierungen ist Herrn Johan Teterissa in einem unfairen Verfahren die Freiheit entzogen worden, weil er seine Rechte auf freie Meinungsäußerung und Versammlungsfreiheit in friedlicher Weise wahrgenommen hat.

Aus diesem Grunde bitte ich Sie, bei den zuständigen Behörden darauf hinzuwirken, dass

>    Herr Johan Teterissa und alle anderen gewaltlosen politischen Gefangenen unverzüglich, bedingungslos und dauerhaft freigelassen werden;

>    für die verbleibende Zeit in Gewahrsam die körperliche und psychische Integrität der Gefangenen stets geschützt wird, insbesondere auch durch die erforderliche medizinische Behandlung.

Freundliche Grüße



KOPIEN:

>>> Auswärtiges Amt, Berlin, Fax: 03018-17-3402, E-Mail: poststelle@auswaertiges-amt.de 
   
>>> Deutscher Bundestag, Ausschuss für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe, Fax: 030-227-36051, E-Mail: menschenrechtsausschuss@bundestag.de