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Quellen: Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter / ACAT, www.acat-deutschland.de , Amnesty International, www.amnesty.de

Die Men- schen- rechts- vertei- digerin Blanca Nubia Díaz wurde von der Gewalt des Bürgerkriegs in Kolumbien schwer getroffen. Ihr Ehemann wurde im Jahr 2000 getötet. Ein Jahr später wurde ihre Tochter Irina del Carmen Villero Díaz von Paramilitärs vergewaltigt, gefoltert und erschossen.

Seit mittlerweile 14 Jahren verlangt Blanca Nubia Díaz Gerechtigkeit für diese Verbrechen. Sie engagiert sich in der „Nationalen Bewegung der Opfer staatlicher Verbrechen“ („Movimiento Nacional de Víctimas de Crímenes de Estado – MOVICE)“. Die französische ACAT-Sektion berichtet unter Berufung auf MOVICE von regelmäßigen Drohungen gegen die Menschenrechtsverteidigerin.

Am 3. Januar 2015 sind zwei Männer gewaltsam in das frühere Haus der Familie in Riohacha im Departamento La Guajira im Norden Kolumbiens eingedrungen. Weder Blanca Nubia Díaz noch ihre Angehörigen wohnen jedoch zurzeit in dem Haus. Die Männer verlangten von den derzeitigen Bewohnern, eine der Töchter der Menschenrechtsverteidigerin zu sprechen. Bevor sie wieder gingen, befahlen sie den Bewohnern, das Haus zu verlassen. Ende 2014 hatte es schon einmal einen Vorfall gegeben, bei dem die Wohnungstür eingetreten worden war.
Die Tochter, nach der die beiden Männer gesucht hatten, war im Juni 2014 im Departamento La Guajira vergewaltigt worden. Sie hat die Region anschließend verlassen. Obwohl wegen der Vergewaltigung Anzeige bei der Generalstaatsanwaltschaft erstattet wurde, sind bei den Ermittlungen bisher keine nennenswerten Fortschritte erzielt worden.

Blanca Nubia Díaz setzt sich insbesondere für Gerechtigkeit im Fall ihrer Tochter Irina ein. Am 26. März 2001 wurde Irina im zur Gemeinde Albania gehörenden Dorf Cuestecitas im Departamento La Guajira von Paramilitärs gefoltert, vergewaltigt und getötet. Sie gehörte der indigenen Gemeinschaft der Wayúu an und war zum Tatzeitpunkt 15 Jahre alt. Als Blanca Nubia Díaz versuchte, ihre Tochter zu finden, sagte man ihr, dass bei dem Übergriff mehrere Frauen getötet worden waren. Blanca Nubia Díaz konnte herausfinden, wo sich der Leichnam ihrer Tochter befand, wurde jedoch durch Drohungen von Paramilitärs vertrieben. Irina del Carmen Villero Díaz wurde daraufhin als unbekannte Person beerdigt und Blanca Nubia Díaz konnte erst 2010 ihren Leichnam zurückfordern und gemäß ihrer Tradition bestatten. Die Ermittlungen wegen Vergewaltigung, Folter und Tötung treten seit über einem Jahrzehnt auf der Stelle.

Die Justiz- behörden ermittelten Berichten zufolge im vergangenen Jahr gegen einen mächtigen Drogen- händler, der Verbindungen zu Paramilitärs hat und vor ca. einem Jahr gefasst wurde.

Blanca Nubia Díaz und ihre Familie sind in den vergangenen Jahren wiederholt bedroht worden. 2014 erhielten ihr Bruder und weitere Familienmitglieder Drohanrufe, die gegen einen der Söhne der Menschenrechtsverteidigerin gerichtet waren. Im Januar 2012 wurde Blanca Nubia Díaz in der Hauptstadt Bogotá Opfer eines Entführungsversuchs. Auch ihr Enkel wurde beinahe entführt.

>>> Bitte helfen Sie mit, den Schutz der Familie von Bianca Nubia Díaz sowie die Aufklärung der an den Mitgliedern begangenen Straftaten sowie die Bestrafung der Täter zu erreichen, indem Sie kurzfristig das nachfolgende Schreiben an die genannten Stellen schicken. Sie können darüber hinaus auch an der Online-Appell von Amnesty International teilnehmen, den Sie unter folgendem Link erreichen: https://www.amnesty.de/urgent-action/ua-010-2015/menschenrechtlerin-und-ihre-familie-gefahr


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S.E. Juan Manuel Santos
Presidente de la Republica
Taubenstr. 23
D-10117 Berlin

E-Mail: info@botschaft-kolumbien.de
Fax: 030-2639 6125



Sehr geehrter Herr Präsident,

in großer Sorge um die Sicherheit der Menschenrechtsverteidigerin Frau Blanca Nubia Díaz und ihrer Angehörigen ersuche ich Sie um Unterstützung. Internationalen Berichten zufolgen wurde die Familie wurde bereits vielfach Opfer von Gewalt und wird weiterhin bedroht.

Am 3. Januar 2015 sind zwei Männer gewaltsam in Frau Blanca Nubia Díaz’ früheres Haus in Riohacha im Departamento La Guajira eingedrungen. Sie verlangten von den derzeitigen Bewohnern des Hauses, eine Tochter von Frau Blanca Nubia Díaz zu sprechen. Die Tochter war im Jahr 2014 vergewaltigt worden. Am 26. März 2001 war eine weitere Tochter, Irina del Carmen Villero Díaz, im zur Gemeinde Albania gehörenden Dorf Cuestecitas in La Guajira von Paramilitärs gefoltert, vergewaltigt und getötet worden. In beiden Vergewaltigungsfällen sind bei den Ermittlungen bisher kaum Fortschritte erzielt worden.

Hiermit appelliere ich an Sie:

>    wirksamen Schutz von Frau Blanca Nubia Díaz und ihren Angehörigen in Absprache mit den Betroffenen zu gewährleisten;

>    die Drohungen gegen die Familie sowie die Vergewaltigung, Folter und Tötung von Irina del Carmen Villero Díaz im Jahr 2001 und die Vergewaltigung einer weiteren Tochter der Menschenrechtsverteidigerin im Jahr 2014 umfassend und unabhängig untersuchen zu lassen und die Täter in einem fairen Prozess nach internationalen Standards vor Gericht zu stellen:

>    unverzüglich Massnahmen zu ergreifen, um die paramilitärischen Gruppen in der Region aufzulösen und ihre Verbindungen mit den Sicherheitskräften zu unterbinden.

Freundliche Grüße



KOPIEN:

>>> Auswärtiges Amt, Berlin, Fax: 03018-17-3402, E-Mail: poststelle@auswaertiges-amt.de
    

>>> Deutscher Bundestag, Ausschuss für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe, Fax: 030-227-36051, E-Mail: menschenrechtsausschuss@bundestag.de