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Quelle: Amnesty International, www.amnesty.de

Nach dem Abriss von sieben Kirchen durch die lokalen Behörden in der indonesischen Provinz Aceh nehmen die religiösen Spannungen in der Region zu. Eine weitere Kirche wurde von einer wütenden Menschenmenge zerstört, bevor die Behörden den Abriss vornehmen konnten. Dabei ist eine Person ums Leben gekommen.

Die religiösen Spannungen zwischen Muslimen und Christen im Regierungsbezirk Aceh Singkil nehmen weiter zu, seitdem die Behörden in den vergangenen zwei Wochen den Abriss von sieben Kirchen veranlasst haben.

Die Behörden haben am 12. Oktober 2015 beschlossen, zehn Kirchen zu schließen, nachdem Mitglieder einer Gruppe namens Pemuda Peduli Islam (Jugend, die sich für den Islam einsetzt) dies bei einer Versammlung vor dem Bezirksverwaltungsamt am 6. Oktober 2015 gefordert hatten. Einige der zehn Kirchen waren bereits vor Jahrzehnten gebaut worden, die Mitglieder der Gruppe behaupten jedoch, dass bei ihrem Bau gegen lokale Vorschriften verstoßen worden sei. Sie forderten die Behörden daher auf, die Kirchen bis zum 13. Oktober 2015 zu schließen.

Obwohl die Behörden den Forderungen nach- gekommen sind, steckte eine Gruppe von ungefähr 500 Menschen am 13. Oktober 2015 eine pro- testantische Kirche in dem Dorf Suka Makmur in Brand. Anschließend zogen sie zu einer Kirche in dem Dorf Dangguran weiter. Dort konnten Polizei- beamten und Angehörige des Militärs zwar die Zerstörung des Gebäudes verhindern, ein Angehöriger der Gruppe kam jedoch ums Leben. Die gewalttätigen Angriffe verbreiteten Panik unter den Christen in der Provinz Aceh. In der Folge flohen ungefähr 4.000 Menschen in die Nachbarprovinz Nordsumatra, von denen einige in der Zwischenzeit wieder zurückgekehrt sind. Obwohl die örtliche Polizei bereits im Voraus Kenntnis über den geplanten Anschlag auf die protestantische Kirche in Suka Makmur hatte, wurden weder angemessene Schutzmaßnahmen ergriffen noch wurde versucht, den Angriff zu verhindern.

Menschenrechtsgruppen zufolge stellen die Vorschriften zur Errichtung von Gotteshäusern eine Diskriminierung von religiösen Minderheiten dar, da sie Anforderungen enthalten, deren Einhaltung nahezu unmöglich ist. Der Beschluss, die Kirchen abzureißen, ist ein eindeutiger Verstoß gegen das Recht auf freie Religionsausübung.

>>> Bitte helfen Sie mit, die christliche Minderheit zu schützen, indem Sie das nachfolgende Schreiben kurzfristig an die genannten Stellen schicken.



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Botschaft der Republik Indonesisen
S. E. Herrn Fauzi Bowo
Lehrter Straße 16-17
D-10557 Berlin

Fax: 030-4473 7142
E-Mail: info@indonesian-embassy.de




Exzellenz,

ich bin bestürzt über die Situation der christlichen Minderheit in der Provinz Aceh, die von Angriffen muslimischer Organisationen bedroht ist. Sowohl die Behörden vor Ort als auch muslimische Organisationen reißen Kirchengebäude einfach ab, was einen krassen Verstoß gegen die auch von der Republik Indonesien zu achtende Religionsfreiheit darstellt.

Bitte setzen Sie sich bei den zuständigen Stellen Ihres Landes dafür ein,

> dass umfassende, unabhängige und unparteiische Angriffe in Aceh Singkil eingeleitet und die Verantwortlichen gemäß internationalen Standards für ein faires Gerichtsverfahren vor Gericht gestellt werden;

> dass alle religiöse Minderheiten ihren Glauben ohne Angst, Einschüchterungsversuche und Angriffe ausüben können;

> dass alle nationalen und regionalen Gesetze überprüft und diejenigen aufgehoben werden, mit denen religiöse Minderheiten diskriminiert werden oder die anderweitig gegen die Rechte auf Gedanken-, Meinungs- und Religionsfreiheit verstoßen.

Freundliche Grüße





KOPIEN:

>>> Auswärtiges Amt, Berlin, Fax: 03018-17-3402, E-Mail: poststelle@auswaertiges-amt.de   
 
>>> Deutscher Bundestag, Ausschuss für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe, Fax: 030-227-36051, E-Mail: menschenrechtsausschuss@bundestag.de