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Quelle: Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter, www.acat-deutschland.de

Der 16-jährige Yusupha Lowe ist dem „Verschwindenlassen“ zum Opfer gefallen.
Der Vater des Jugendlichen, Bai Lowe, soll in den Putschversuch vom 30. Dezember 2014 verwickelt gewesen sein, bei dem bewaffnete Männer den Präsidentenpalast in der gambischen Hauptstadt Banjul angegriffen hatten. Bai Lowe ist außer Landes geflüchtet. Am Mittag des 1. Januars 2015 wurde Yusupha Lowe zusammen mit zwei anderen Familienmitgliedern von Männern in Zivil am Wohnsitz seines Vaters festgenommen. Es wurde nach Angaben von Amnesty International kein Haftbefehl vorgelegt.

Yusupha Lowe wurde an den Sitz des nationalen Geheimdiensts NIA (National Intelligence Agency) in Banjul überstellt, wo er mehrere Monate lang ohne Kontakt zur Außenwelt festgehalten wurde. Gegen ihn wurde keine Anklage erhoben und er erhielt keine Gelegenheit, mit seiner Familie Kontakt aufzunehmen oder einen Anwalt zu sprechen. Sowohl die gambische Verfassung als auch Menschenrechtsnormen und -verträge schreiben vor, dass Straftatverdächtige binnen 72 Stunden nach der Festnahme einem Richter vorzuführen sind. Diese Frist ist massiv verletzt worden.

Gegenwärtig befindet sich Yusupha Lowe Berichten zufolge nicht mehr am Sitz der NIA und gilt als vermisst. Die gambische Regierung bestreitet seine Festnahme und der Staat gibt keine Informationen über den Aufenthaltsort des Jugendlichen bekannt. Zusammen mit ACAT-Frankreich und ACAT-Schweiz fordern wir seine Freilassung.

Das Vorgehen der Regierung kommt dem „Verschwindenlassen“ gleich, welches gemäß Völkerrecht eine Straftat darstellt. Personen, die ohne Kontakt zur Außenwelt festgehalten werden, erleiden besonders oft Folter oder anderweitige Misshandlungen.

Nach dem Putschversuch Ende 2014 wurden Dutzende Menschen – Freunde und Angehörige der mutmaßlichen Putschisten – im Januar 2015 willkürlich festgenommen. Die meisten werden bis heute an geheimen Orten festgehalten. Darunter befinden sich neben Yusupha Lowe auch Frauen und ältere Menschen.

Nach dem Putschversuch Ende 2014 wurden Dutzende Menschen – Freunde und Angehörige der mutmaßlichen Putschisten – im Januar 2015 willkürlich festgenommen. Die meisten werden bis heute an geheimen Orten festgehalten. Darunter befinden sich neben Yusupha Lowe auch Frauen und ältere Menschen.

Seit seiner Machtergreifung nach einem Militärputsch im Juli 1994 herrscht der Präsident der Republik Gambia, Yahya Jammeh, uneingeschränkt über das Land. Sein Regime unterhält ein Klima des Schreckens und der Unterdrückung. Folter ist in Gambia an der Tagesordnung.

Während ihres Besuchs in Gambia im November wurden dem UN-Sonderberichterstatter über außergerichtliche Hinrichtungen und dem UN-Sonderberichterstatter über Folter der Zugang zu Hafteinrichtungen verweigert, die für Folter bekannt sind.

Im Januar 2013 setzte Präsident Jammeh den politischen Dialog mit der EU aus, nachdem das Thema Menschenrechte in den Themenkatalog aufgenommen worden waren. Der Dialog wurde zwar im Juli 2013 wieder aufgenommen, doch machte die Umsetzung der menschenrechtlichen Verpflichtungen kaum Fortschritte. Im Oktober 2013 gab der Präsident den Austritt Gambias aus dem Commonwealth bekannt, welches mit den Behörden beim Kapazitätsaufbau im Justizbereich und bei der Einsetzung einer nationalen Menschenrechtskommission zusammengearbeitet hatte.

>>> Bitte helfen Sie mit, die Freilassung von Yusupha Lowe zu erreichen, indem Sie das nachfolgende Schreiben kurzfristig an die genannten Stellen schicken.


+ + + + + +

Mrs. Mama Fatima Singhateh
Minister of Justice and Attorney General
c/o: Embassy of The Republic of Gambia
126, Ave, Franklin Roosevelt
B-1050 Brussels
BELGIUM

Fax: 0032-224126803
E-Mail: info@gambiaembassybrussels.be



Exzellenz,

Berichte über die Inhaftierung des 16-jährigen Yusupha Lowe erfüllen mich mit großer Besorgnis.

Yusupha Lowe ist der Sohn von Bai Lowe, der beschuldigt wird, in den Putschversuch vom 30. Dezem­ber 2014 involviert gewesen zu sein. Der 16-Jährige wurde am 1. Januar 2015 zusammen mit zwei Verwandten am Wohnsitz seines Vaters von Männern in Zivilkleidung verhaftet. Es wurde kein Haftbefehl vorgelegt. Yusupha Lowe ist bisher nicht angeklagt worden und verfügt über keinen Zugang zu Rechtsanwälten oder Familienmitgliedern. Zunächst soll er im Hauptquartier des Geheimdiensts NIA (National Intelligence Agency) festgehalten worden sein.

Sein aktueller Verbleib ist jedoch unklar und seine Familie ist in Sorge um seine Sicherheit.
Die Festnahme und die fortdauernde Inhaftierung von Familienangehörigen von Personen, die im Verdacht stehen, Straftaten begangen zu haben, stellen Verletzungen von grundlegenden Garantien der Verfassung Gambias wie auch von regionalen und internationalen Menschenrechtsstandards dar.

In Anbetracht der geschilderten Umstände bitte ich sich einzusetzen für:

>    die Aufklärung des Verbleibs von Yusupha Lowe;
>    seine bedingungslose Freilassung;
>    seine physische und psychische Integrität unter allen Umständen.

Freundliche Grüße



KOPIEN:

>>> Auswärtiges Amt, Berlin, Fax: 03018-17-3402, E-Mail: poststelle@auswaertiges-amt.de      
>>> Deutscher Bundestag, Ausschuss für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe, Fax: 030-227-36051, E-Mail: menschenrechtsausschuss@bundestag.de