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Quelle: Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter e.V., www.acat-deutschland.de


Am 11. November 2014 wurde Biram Dah Abeid, Präsident der „Initiative für die Wiederbelebung der Bewegung zur Abschaffung der Sklaverei in Mauretanien“ (IRA-Mauritanie), zusammen mit elf anderen Antisklaverei-Aktivisten von Sicherheitskräften festgenommen.

Die Verfolgung von Sklaverei-Gegnern in Mauretanien war in den letzten drei Jahren mehrfach Anlass von Briefaktionen, zuletzt im März 2014. Obwohl die Sklaverei in Mauretanien seit Anfang der 80er-Jahre offiziell abgeschafft und 2007 unter Strafe gestellt wurde, ist sie immer noch weit verbreitet. In dem westafrikanischen Land leben schätzungsweise bis zu 20% der Menschen als Sklaven. Sie gehören fast durchgängig der schwarzafrikanischen muslimischen Bevölkerungsgruppe der Haratin an. Die arabisch-berberischen Muslime aus der Ethnie der Bidhan bilden hingegen die herrschende Gruppe, deren Angehörige teilweise in das Sklaverei-System involviert sind. Seit dem 7. November 2014 hat die IRA mit weiteren Menschenrechtsorganisationen eine Karawane durch mehrere Dörfer durchgeführt, um gegen die Enteignung von Grundstücken im Besitz von Haratin zu Gunsten von Angehörigen der Bidhan zu protestieren.

Als Biram Dah Abeid und die anderen Aktivisten ungeachtet eines Verbots die 200 km südlich der Hauptstadt Nouakchott gelegene Stadt Rosso betreten wollten, nahmen die Sicherheitskräfte sie unter Einsatz von Tränengas fest. Die Menschenrechtsverteidiger wurden in Einrichtungen der Gendarmerie und der Sicherheitsdirektion von Rosso inhaftiert. Laut der internationalen Menschenrechtsorganisation „Frontline“ sollen sie geschlagen worden sein. Sie sind weiterhin in Gefahr, Opfer von Folter zu werden. Am Abend des 11. November 2014 wurde auch der IRA-Sprecher Dr Saad Louleyd festgenommen. Sein Verbleib ist unklar.

Am 14. November 2014 mussten Biram Dah Abeid und mindestens sieben der festgenommenen Männer vor dem Staatsanwalt von Rosso und anschließend vor dem Untersuchungsrichter erscheinen. Letzterer erhob wegen „Zusammenrottung und Rebellion“, „Anstiftung zum Aufstand“ und „Weigerung, behördlichen Anordnungen Folge zu leisten“ Anklage gegen sie. Sie wurden ins Gefängnis von Rosso verlegt. Der Prozess wird voraussichtlich im Januar 2015 stattfinden. „Frontline“ und die „Gesellschaft für bedrohte Völker“ haben erhebliche Zweifel daran, dass die Gefangenen ein faires Verfahren erhalten.

Biram Dah Abeid hat am 10. Dezember 2013 den UNO-Menschenrechtspreis erhalten.

>>> Bitte helfen Sie mit, die Freilassung der Inhaftierten zu erreichen, indem Sie das nachfolgende Schreiben kurzfristig an die genannten Stellen schicken.

+ + + + + + +

S.E.M. Mohamed Ould Abdel Aziz
Président de la République
c/o: Botschaft der
Islamischen Republik Mauretanien
Kommandantenstr. 80
D-10117 Berlin

Fax: 030-20674750
E-Mail: info@mauretanien-embassy.de 


Exzellenz,

Berichte über die Verhaftung zahlreicher Menschenrechtsverteidiger der mauretanischen Antisklaverei-Bewegung erfüllen mich mit großer Besorgnis.

Herr Biram Dah Abeid, Vorsitzender der IRA-Mauritanie (Initiative für die Wiederbelebung der Bewegung zur Abschaffung der Sklaverei in Mauretanien) und seit Dezember 2013 Träger des UN-Menschenrechtspreises, sowie die Herren Khattri Rahel, Mohamed Yacoub, Cheikh Vall, Brahim Bilal Ramdhane, Dah Boushab, Abidine Matalla, Samba Diagana, Hassane Mahmoud, Mohamed Allouche, Fatis Cheikhna und Djiby Sow wurden am 11. November 2014 von Sicherheitskräften in der Stadt Rosso festgenommen.

Die Aktivisten waren nach Rosso gekommen, um gegen die Enteignung von Land im Besitz von Angehörigen der Volksgruppe der Haratin zu protestieren. Am Abend des 11. November wurde auch der IRA-Sprecher Dr. Saad Louleyd festgenommen. Sein Verbleib ist unklar.
Kritiker der Sklaverei in Mauretanien werden aufgrund ihres Engagements regelmäßig Opfer von Festnahmen, willkürlichen Inhaftierungen, Folter, Drohungen und juristischer Verfolgung.

In Anbetracht dieser Umstände und der aktuellen Festnahmen, bitte ich Sie,

>    alle inhaftierten Menschenrechtsverteidiger unverzüglich, bedingungslos und dauerhaft freizulassen;
>    ihre körperliche und psychische Integrität wirksam zu schützen;
>    dafür Sorge zu tragen, dass alle Menschenrechtsverteidiger in Mauretanien ihrer wertvollen Arbeit     ohne Einschränkungen oder Repressalien nachgehen können.

Freundliche Grüße




KOPIEN:

>>> Auswärtiges Amt, Berlin, Fax: 03018-17-3402, E-Mail: poststelle@auswaertiges-amt.de     

>>> Deutscher Bundestag
, Ausschuss für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe, Fax: 030-227-36051, E-Mail: menschenrechtsausschuss@bundestag.de