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Quelle: Internationale Gesellschaft für Menschenrechte / IGFM, www.igfm.de

Der Oberste Gerichtshof der pakis- tanischen Provinz Punjab in Lahore hat am 16. Oktober 2014 die Todesstrafe gegen die pakistanische Christin Asia Bibi bestätigt. Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, war Bibi am 8. November 2010 als erste Frau in Pakistan wegen angeblicher Gotteslästerung zum Tode  verurteilt worden. Sie saß zuletzt im Frauengefängnis der pakistanischen Großstadt Multan in Einzelhaft. Das Urteil hat nach Auffassung der IGFM Signal-Charakter. Die in Frankfurt ansässige Menschenrechtsorganisation hat sich daher an Abgeordnete des Europäischen Parlaments gewandt und appelliert an sie, sich für die Freilassung Bibis einzusetzen.

Das Gericht stand unter massivem Druck durch Islamisten. In der Vergangenheit bedrohten islamische Eiferer vielfach Richter und Anwälte in Blasphemie-Verfahren mit dem Tod. In einigen Fällen sind Richter, die die Angeklagten wegen erwiesener Unschuld freisprachen, von Islamisten umgebracht worden. Während der Verhandlung unter der Leitung der Richter Anwar Ul Haq und Shahbaz Ali Rizvi waren etwa 20 bis 25 islamische Geistliche anwesend. IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin sieht darin einen Versuch, den Druck auf die Richter weiter zu erhöhen.

„Durch nackte Gewalt und durch die Angst, die die Islamisten in Pakistan verbreiten, ist ihr Einfluss enorm“, erläuterte Lessenthin weiter. Das Urteil sei eine herbe Enttäuschung, denn es veranschauliche die Kapitulation der Justiz vor dem militanten Islam. Im Fall von Asia Bibi gäbe es keinerlei Beweise für die Anschuldigungen gegen die Christin.

Die Angehörigen nichtmuslimischer Minderheiten werden in Pakistan regelmäßig Opfer islamischer Extremisten. In den vergangenen Jahren hat es nach Angaben der IGFM eine erschreckend hohe Zahl von Angriffen, Entführungen, Anschlägen und sogar Pogromen gegeben.


Asia Noreen – besser bekannt unter dem Namen Asia Bibi – ist eine mittellose pakistanische Landarbeiterin und  Mutter von fünf Kindern. Auf Anweisung eines Landbesitzers hatte sie Wasser für Feldarbeiterinnen geschöpft. Doch diese weigerten sich zu trinken, weil das Gefäß von einer Christin berührt und damit „unrein" geworden sei. Es entwickelte sich eine Diskussion, an dessen Ende muslimische Arbeiterinnen Asia Bibi beschuldigten, den Islam beleidigt zu haben. Hunderte von einem Vorbeter über Lautsprecher aufgehetzte Muslime überfielen ihr Haus und schlugen brutal auf sie, ihren Mann und ihre Kinder ein.

Die Polizei rettete Asia Bibi davor, an Ort und Stelle gelyncht zu werden. Am 19. Juni 2009 wurde gegen sie Anklage wegen Gotteslästerung nach § 295 C des pakistanischen Strafrechts erhoben. Am 8. November 2010 verhängte ein Gericht in Nankana in der Provinz Punjab die Todesstrafe. Der Katholik Shabaz Bhatti, Minister für Minderheiten in Pakistan, und der Gouverneur der Provinz Punjab Salmaan Taseer, ein Moslem, sahen die Absurdität der Anklage und setzten sich für die Freilassung Bibis ein. Beide wurden dafür im Jahr 2011 ermordet.


>>> Bitte helfen Sie mit, das Leben von Asia Bibi zu retten, indem Sie den nachfolgenden Appell kurzfristig an die genannten Stellen schicken.

+ + + + + +

Seine Exzellenz
der Botschafter der Islamischen Republik Pakistan
Schaperstr. 29
10719 Berlin

Fax: 030-2124 4210
E-Mail: mail@pakemb.de



Exzellenz,

ich schreibe Ihnen, um Sie auf den Fall der fünffachen Mutter und Christin Asia Noreen - auch bekannt als Asia Bibi - aufmerksam zu machen. Sie ist die erste Frau, die in Pakistan wegen Gotteslästerung zum Tode verurteilt wurde.

Sie hatte auf Geheiß eines Landwirts Wasser für die Feldarbeiterinnen geschöpft. Diese weigerten sich zu trinken, weil das Gefäß von einer Christin berührt und damit angeblich "unrein" geworden sei. Aufgebrachte Muslime schleppten sie zu einer Moschee, wo sie ihrem Glauben abschwören sollte. Als sie sich weigerte, wurde sie misshandelt und der Polizei übergeben. Am 8. November 2010 verurteilte sie das Gericht in Nankana in der Provinz Punjab aufgrund des Blasphemiegesetzes zum Tode.

Am 16. Oktober 2014 bestätigte der Oberste Gerichtshof der pakistanischen Provinz Punjab in Lahore die Todesstrafe gegen Asia Bibi. Das Gericht stand bei seinem Urteil unter massivem Druck durch Islamisten, die schon in der Vergangenheit Richter und Anwälte in Blasphemie-Verfahren mit dem Tod bedrohten.

Asia Bibi wird im Gefängnis von Multan in der Provinz Punjab in einer Einzelzelle unter starken Sicherheitsmaßnahmen gefangen gehalten und fürchtet, von Mitgefangenen oder möglicherweise sogar Wärtern umgebracht zu werden. Nach Morddrohungen durch Extremisten musste auch ihr Ehemann, der Ziegeleiarbeiter Ashiq Masih, mit ihren fünf Kindern untertauchen. Extremistische Muslime haben angekündigt, sie zu töten. Ein Imam setzte im Jahr 2010 eine Kopfprämie auf ihre Ermordung aus.

Pakistanische und internationale Menschenrechtsorganisationen gehen davon aus, dass das Urteil gegen Asia Bibi ausschließlich auf Druck gewaltbereiter Extremisten zustande gekommen ist und Asia Bibi unschuldig ist. Ihre Inhaftierung stellt einen eindeutigen Bruch internationalen Rechts dar.

Ich appelliere daher an Sie, Ihren Einfluss geltend zu machen, dass Frau Asia Bibi bedingungslos entlassen und ihr die sichere Ausreise in ein Drittland ermöglicht wird.

Hochachtungsvoll





KOPIEN:

>>> Auswärtiges Amt, Berlin, Fax: 03018-17-3402, E-Mail: poststelle@auswaertiges-amt.de     

>>> Deutscher Bundestag
, Ausschuss für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe, Fax: 030-227-36051, E-Mail: menschenrechtsausschuss@bundestag.de