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Quelle: u.a. Internationale Gesellschaft für Menschenrechte / IGFM, www.igfm.de

IGFM: Knochen und Leichenteile offen „zwischengelagert“ – Friedhof soll mit Moschee, Sportkomplex und Restaurant überbaut werden

Einheiten der „Armee der Wächter der Islamischen Revolution“ zerstören den historisch wichtigen Friedhof der Bahá’í-Minderheit in der iranischen Millionenstadt Schiraz. Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, hätten die Revolutionsgarden bereits Anfang August 2014 damit begonnen, die sterblichen Überreste der dort beerdigten 950 Bahá’í zu exhumieren. Knochen und Leichenteile würden in einem offenen Kanal „zwischengelagert“. Die Bahá’í sind die größte nichtmuslimische Minderheit des Iran.

In Anwesenheit verschiedener iranischer Medienvertreter haben die Revolutionsgarden die Entwicklung der „Arbeiten“ öffentlich gefeiert. Mit einer flammenden Rede habe der Kommandant der Garden auf dem Grundstück gegen die Bahá’í gehetzt. Mitglieder der örtlichen Bahá’í-Gemeinde baten die lokalen Behörden um Schutz der Grabstätten. Anlass der Zerstörung soll der Plan sein, einen neuen Sportkomplex mit Moschee, Kindergarten und Restaurant in der Stadt zu errichten.


Martin Lessenthin, Sprecher des IGFM-Vorstands: „Die Zerstörung des historischen Friedhofs ist ein weiteres Zeichen, der religiösen Intoleranz der im Iran herrschenden Kräfte. Friedhöfe sind schützenswerte Orte. Der Umgang mit einem Ort der letzten Ruhe zeigt viel über die gesellschaftliche Entwicklung. Ein solcher Akt von Vandalismus darf durch die internationale Gemeinschaft nicht hingenommen werden!“.

Die iranischen Behörden hatten bereits früher versucht, den Friedhof einzuebnen. Aufgrund eines internationalen Aufschreis hatten sie die Arbeiten jedoch mehrere Monate lang unterbrochen. Der Friedhof stammt im Wesentlichen aus den 1920er Jahren. Auf diesem Friedhof sollen viele in den 1980ern hingerichtete Bahá’í beerdigt worden sein. Auch in der iranischen Öffentlichkeit formiert sich massiver Widerspruch gegen diesen Vandalismus.


Die Bahá’í sind mit rund 300.000 Gläubigen die größte nicht- muslimische religiöse Minderheit im Iran. Die iranische Regierung und funda- mentalistische muslimische Geistliche sprechen den Bahá’í sogar das Existenzrecht ab. Bahá’í sind im Iran Opfer vielfacher Verleumdung, Diskriminierung und Verfolgung. Die Religion der Bahá’í entstand im 19. Jahrhundert auf dem Gebiet des heutigen Iran. Sie versteht sich als Offenbarungsreligion in der Reihe der anderen Weltreligionen. Die Bahá’í lehnen Gewalt, die Scharia und ebenso die Polygamie ab. Die Frauen der Bahá’í haben die gleichen Rechte wie die Männer. Die Bahá’í sind im Iran de facto verboten.

>>> Bitte helfen Sie mit, den Schutz der Bahá’í-Minderheit im Iran zu erreichen, indem Sie den nachfolgenden Appell kurzfristig an die genannten Stellen schicken.

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Für Aktionskreis-Teilnehmer in Österreich und in der Schweiz:




ÖSTERREICH:




>>> Botschaft der Islamischen Republik Iran, Jaurèsgasse 9, A-1030 Wien, Fax: (+43 / 1) 713 46 94, 713 57 33, E-Mail: public@iranembassy-wien.at



>>> Außenministerium, Ballhausplatz 2, A-1014 Wien, Fax: +43 (5) 011590, E-Mail: einlaufstelle@bmaa.gv.at 











SCHWEIZ:




>>> Botschaft der Islamischen Republik Iran, Thunstr. 68, CH-3000 Bern 6, Fax: 031/351 5652, E-Mail: Ambassador@iranembassy.ch oder secretariat@iranembassy.ch



>>> Eidgenössisches Department für auswärtige Angelegenheiten, Bundeshaus West, CH-3003 Bern, Fax: (+41) 031 323 5994 , E-Mail: generalsekretaer@eda.admin.ch




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Seine Exzellenz

Herrn Präsident Hassan Rohani

c/o: Botschaft der Islamischen Republik Iran

Podbielskiallee 65-67

D-14195 Berlin



Fax: 030-84353535

E-Mail: info@iranbotschaft.de




Exzellenz,

erlauben Sie mir, Ihre Aufmerksamkeit auf das Schicksal der Bahá’í-Minderheit in Ihrem Lande zu lenken. Berichten zufolge haben Einheiten der „Armee der Wächter der Islamischen Revolution“ Anfang August 2014 damit begonnen, den historisch wichtigen Bahá’í-Friedhof in Schiraz zu zerstören. Dabei wurden und werden  die sterblichen Überreste der dort beerdigten 950 Bahá’í exhumiert und in einem offenen Kanal „zwischengelagert“.

In Anwesenheit verschiedener iranischer Medienvertreter haben die Revolutionsgarden die Entwicklung der „Arbeiten“ öffentlich gefeiert. Mit einer flammenden Rede habe der Kommandant der Garden auf dem Grundstück gegen die Bahá’í gehetzt. Mitglieder der örtlichen Bahá’í-Gemeinde baten die lokalen Behörden um Schutz der Grabstätten. Anlass der Zerstörung soll der Plan sein, einen neuen Sportkomplex mit Moschee, Kindergarten und Restaurant in der Stadt zu errichten.

Die Zerstörung des historischen Friedhofs ist ein weiteres Zeichen für religiöse Intoleranz in Ihrem Land. Friedhöfe sind schützenswerte Orte. Der Umgang mit einem Ort der letzten Ruhe zeigt viel über die gesellschaftliche Entwicklung. Ein solcher Akt von Vandalismus ist absolut inakzeptabel.

Als Mitglied der Vereinten Nationen hat sich die Islamische Republik Iran dazu verpflichtet, die Menschenrechte und somit auch die Religionsfreiheit zu achten. Bitte setzen Sie sich dafür ein:

> dass die Abrissarbeiten sofort beendet werden;
> dass die seit 2010 inhaftierten Mitglieder des Bahá’í-Führungsgremiums (die „Yaran“) unverzüglich freigelassen werden;
> dass alle Angehörigen der Bahá’í-Religion ihren Glauben frei ausüben können.

Hochachtungsvoll





KOPIEN:




>>> Auswärtiges Amt, Berlin, Fax: 03018-17-3402, E-Mail: poststelle@auswaertiges-amt.de  



>>> Deutscher Bundestag, Ausschuss für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe, Fax: 030-227-36051, E-Mail: menschenrechtsausschuss@bundestag.de