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Quelle:  Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter e.V. , www.acat-deutschland.de

Der 27-jährigen Mutter Meriam Yehya Ibrahim Ishag drohen im Sudan aufgrund ihres christlichen Glaubens die Auspeitschung und die Hinrichtung durch den Strang. Meriam Ibrahim hat Ende Mai 2014 – wenige Tage nach dem Gerichtsurteil – ihre Tochter Maya in Gefangenschaft zur Welt gebracht. Seit dem 17. Februar 2014 befindet sie sich mit ihrem bereits 20 Monate alten Sohn Martin im Frauengefängnis der Stadt Omdurman in der Nähe der Hauptstadt Khartoum.

Die Ärztin Meriam Ibrahim wurde laut Amnesty International als Tochter eines sudanesischen Muslims und einer orthodoxen Christin aus Äthiopien geboren. Da ihr Vater nicht an der Erziehung beteiligt war, wurde sie im christlichen Glauben erzogen. 2012 heiratete sie den aus dem heutigen Südsudan stammenden Christen Daniel Wani, der seit einigen Jahren auch die US-amerikanische Staatsbürgerschaft besitzt. Das Gericht argumentiert, als Tochter eines Muslims gehöre auch Meriam Ibrahim zum Islam. Die Ehe mit einem Christen habe keine Gültigkeit, weil sie nur einen Muslim heiraten dürfe. Dass sie aus dieser Beziehung bereits ein Kind zur Welt gebracht hat, wird im sudanesischen Recht als „Ehebruch“ gewertet.

Im August 2013 wurde die junge Mutter erstmals angeklagt und bereits zwischenzeitlich festgenommen, nachdem ein Familienangehöriger sie angezeigt haben soll. Meriam Ibrahim hat vor Gericht versichert, dass sie Christin und keine Muslimin sei. Ihr Vater sei verschwunden, als sie sechs Jahre alt war. Diese Erklärung wurde allerdings nicht anerkannt. Vielmehr nahm das Gericht im Februar 2014 ihr Bekenntnis zum christlichen Glauben zum Anlass, sie auch noch wegen „Apostasie“, des Abfalls vom Islam, anzuklagen.

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) berichtet, dass Meriam Ibrahim im Gefängnis geschlagen worden ist. Ihr und ihrem Sohn sei auch eine angemessene medizinische Versorgung verweigert worden. Amnesty International verfügt über Informationen, denen zufolge die Mutter in der Haft grausamen und unmenschlichen Formen der Fesselung ausgesetzt ist. Ihre Anwälte berichten, dass sie ununterbrochen Fußketten tragen müsse, die so schwer seien, dass jede Bewegung Schmerzen verursache.

Am 11. Mai 2014 wurde Meriam Ibrahim hochschwanger vom El-Haj-Yousif-Strafgericht in Khartoum der „Apostasie“ und des „Ehebruchs“ für schuldig befunden. Es wurde ihr eine Frist von drei Tagen gesetzt, um sich zum Islam zu bekennen.  Meriam Ibrahim soll vor Gericht erklärt haben: „Ich bin Christin und bin deshalb auch niemals vom islamischen Glauben abgefallen.“ Nachdem sie sich damit geweigert hatte, zum Islam zu konvertieren, verhängte das Gericht am 15. Mai das Todesurteil wegen „Apostasie“ nach § 126 des sudanesischen Gesetzbuchs gegen sie. Zusätzlich wurde sie nach § 146 zu 100 Peitschenhieben wegen „Ehebruchs“ verurteilt. Das Hinrichtungsdatum ist noch nicht bekannt gegeben worden. Auf der Grundlage des sudanesischen Strafgesetzbuchs darf eine Mutter eines Neugeborenen nicht vor Ablauf einer Stillzeit von zwei Jahren hingerichtet werden. Meriam Ibrahims Anwältinnen haben am 22. Mai beim Berufungsgericht von Bahri und Sharq Al Nil Rechtsmittel gegen die Verurteilung eingelegt.

>>>     Bitte helfen Sie mit, die Freilassung von Meriam Ibrahim zu erreichen, indem Sie das nachfolgende Schreiben kurzfristig an die genannten Stellen schicken.


+ + + +

S.E. Herrn Baha'aldin Hanafi Mansour Waheesh
Geschäftsträger a.i., Gesandter
Botschaft der Republik Sudan
Kurfürstendamm 151
D-10709 Berlin

Fax: 030-89069823
E-Mail: poststelle@botschaft-sudan.de



Exzellenz,

Berichte über die drohende Folterung und Hinrichtung der zweifachen Mutter Frau Meriam Yehya Ibrahim Ishag veranlassen mich, Sie um Unterstützung zu ersuchen.

Die 27-jährige Christin wurde am 11. Mai 2014 von dem El-Haj-Yousif-Strafgericht in Khartoum der Apostasie und des Ehebruchs für schuldig befunden. Am 15. Mai verurteilte das Gericht die Mutter, die sich noch im achten Monat ihrer Schwangerschaft befand, nach Paragraf 146 des sudanesischen Gesetzbuchs zu 100 Peitschenhieben und nach Paragraf 126 zur Hinrichtung durch den Strang.

Bereits seit Februar 2014 befindet sich die Ärztin mit ihrem 20 Monate alten Sohn Martin im Frauengefängnis der Stadt Omdurman in der Nähe von Khartoum. Ende Mai brachte sie dort ihre Tochter Maya zur Welt. Mit Bestürzung habe ich erfahren, dass Frau Meriam Ibrahim in der Haft grausamen und unmenschlichen Formen der Fesselung durch Fußketten ausgesetzt ist.

Die Gefangene wurde in ihrer Kindheit nach der Religion ihrer Mutter erzogen, da ihr Vater, ein Muslim, nicht an ihrer Erziehung beteiligt war. Unabhängig von der Bewertung dieses Sachverhalts in einem Berufungsverfahren hat sich die Republik Sudan bereits mit der Ratifikation des Internationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte zur unbedingten Achtung der Religionsfreiheit und zum absoluten Verbot der Folter verpflichtet.

So appelliere ich an Sie, sich bei Ihrer Regierung dafür einzusetzen, dass Frau Meriam Ibrahim und ihre beiden Kinder unverzüglich, vorbehaltlos und dauerhaft freigelassen und die Gerichtsurteile gegen die Mutter vollständig aufgehoben werden.

So lange sie sich noch in Haft befinden, bitte ich Sie, ihnen eine menschenwürdige Behandlung zu garantieren und eine uneingeschränkte medizinische Versorgung sowie permanente Kontakte zu Angehörigen und Rechtsanwälten zu gewährleisten.

Freundliche Grüße



KOPIEN:

>>> Auswärtiges Amt, Berlin, Fax: 03018-17-3402, E-Mail: poststelle@auswaertiges-amt.de  



>>> Deutscher Bundestag, Ausschuss für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe, Fax: 030-227-36051, E-Mail: menschenrechtsausschuss@bundestag.de