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Quelle: Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter / ACAT, www.acat-deutschland.de

Seit zweieinhalb Jahren wird Robert Rother in China in Ge-
fangenschaft gehalten. Der 31-jährige stammt aus der nordrhein-westfälischen Stadt Unna. Als Investment-Banker arbeitete er etwa zehn Jahre in China.

Am 21. Mai 2011 wartete er in einer Hotelbar auf einen Freund, als er von mehreren Polizisten ohne Begründung festgenommen wurde. Seitdem befindet er sich in der Untersuchungshaftanstalt Nummer 3 in Shenzhen in der Provinz Guangdong. Ihm wurde die Häftlings-Nummer 639 zugewiesen.

Noch immer wartet Robert Rother auf seinen Prozess, in dem es wahrscheinlich um eine gefälschte Unterschrift gehen wird. Den Angaben seiner Mutter zufolge ist noch weitgehend unklar, was genau ihm die chinesische Justiz vorwirft. Es sei möglich, dass eine Mitarbeiterin von Robert Rother eine Unterschrift gefälscht habe.

Alle Anhörungen seien vorzeitig abgebrochen worden, so dass bisher keine Möglichkeit bestanden habe, sich zu verteidigen. Die Behörden sollen erklärt haben, dass der Fall noch überprüft werden müsse. Der Richter habe bemängelt, dass Beweise fehlten. Danach soll Robert in der Haft immer mehr unter Druck gesetzt worden sein.

Robert Rothers Mutter erklärte, dass sie ihren Sohn fünfmal im Gefängnis in China besuchen durfte. Bei ihrem ersten Besuch sei sie zuvor drei Stunden lang verhört worden. Sie sei von Mitarbeitern des deutschen Auswärtigen Amts begleitet worden. Ebenfalls seien chinesische Polizisten zugegen gewesen. Gitterstäbe hätten den Gefangenen von seiner Mutter getrennt. Seine Hände und Füße sollen mit Ketten an einen Stuhl fixiert worden sein.
Frau Rother berichtet des Weiteren, dass ihr Sohn Scheinhinrichtungen erlitten habe. Auch sei er in der Haft geschlagen worden. Sie habe an seinem Körper Blutergüsse, Schnittwunden und Abdrücke von Ketten gesehen. Seine Haut sei übersät mit entzündeten Pusteln und sein Augenlicht habe sehr gelitten. Dennoch erhalte Robert Rother keine angemessene medizinische Versorgung.

Bisher hat der Fall dieses Gefangenen nur wenig Beachtung in den deutschen Medien gefunden. Unter anderem berichtete jedoch die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) ausführlich darüber. Das Auswärtige Amt ist über die Inhaftierung informiert und erklärte gegenüber der Zeitung: „Uns ist der Fall bekannt. Robert Rother wird vom Generalkonsulat betreut. Wir stehen in Kontakt“. Dennoch waren die Bemühungen von Frau Rother, über die deutsche Bundesregierung eine Freilassung oder zumindest eine menschenwürdige Behandlung ihres Sohnes zu erreichen, bisher erfolglos.

ACAT-Deutschland steht mit Robert Rothers Mutter in Kontakt. Sie ist in großer Sorge, dass ihr Sohn in dieser ausweglosen Situation Suizid begehen könnte. Er bat sie in einem Brief, nun an die Öffentlichkeit zu gehen, da dies seine letzte Hoffnung sei.

Im Jahresbericht 2013 von Amnesty International heißt es: „Verstöße gegen das Recht von Angeklagten auf ein faires Gerichtsverfahren und gegen andere ihrer Rechte waren gängige Praxis, darunter der verwehrte Zugang zu Anwälten und Familienangehörigen, Inhaftierungen über die rechtlich zulässige Zeitdauer hinaus sowie Folter und Misshandlung in Gewahrsam. Die Anwendung von Folter zur Erzwingung von Geständnissen war nach wie vor weit verbreitet.“


>>> Bitte helfen Sie mit, die Freilassung von Robert Rother zu erreichen, indem Sie das nachfolgende Schreiben kurzfristig an die genannten Stellen schicken.



+ + + + + +

Li Keqiang Guojia Zongli
The State Council General Office
c/o: S.E. Herrn Mingde Shi
Botschaft der Volksrepublik China
Märkisches Ufer 54
D-10179 Berlin

Fax: 030-27588221
E-Mail: chinaemb_de@mfa.gov.cn , botschaftchina@yahoo.de , info@china-botschaft.de  



Exzellenz,

aufgrund von Medienberichten über die seit mehr als zwei Jahren andauernde Inhaftierung des deutschen Staatsbürgers Herrn Robert Rother wende ich mich an Sie.

Der aus der Stadt Unna im Bundesland Nordrhein-Westfalen stammende Geschäftsmann wurde am 21. Mai 2011 von mehreren Polizisten verhaftet. Seitdem wird er in der Untersuchungshaftanstalt Nummer 3 in Shenzhen in der Provinz Guangdong festgehalten. Ihm wurde die Häftlings-Nummer 639 zugewiesen. Wie ich erfahren habe, soll Herr Robert Rother unter massiven gesundheitlichen Beeinträchtigungen leiden. Bisher soll den Informationen zufolge noch kein Gerichtsverfahren durchgeführt worden sein, so dass er sich seit zweieinhalb Jahren ohne Gerichtsurteil in Haft befindet.

Exzellenz, hiermit bitte ich Sie, diesen Fall umfassend zu überprüfen. Gern würde ich auch erfahren, was Herrn Robert Rother konkret vorgeworfen wird. Ich bitte Sie, Ihren Einfluss geltend zu machen, dass der Gefangene zu jeder Zeit die erforderliche medizinische Versorgung erhält und wirksam vor Folter und anderer grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe geschützt wird.

Sollte Herr Robert Rother nicht umgehend die Möglichkeit erhalten, in einem fairen Gerichtsverfahren gemäß internationalen Standards zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen Stellung zu nehmen, appelliere ich an Sie, seine unverzügliche Freilassung anzuordnen.

Freundliche Grüße




KOPIEN:

>>> Auswärtiges Amt, Berlin, Fax: 03018-17-3402, E-Mail: poststelle@auswaertiges-amt.de 


>>> Deutscher Bundestag, Ausschuss für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe, Fax: 030-227-36051, E-Mail: menschenrechtsausschuss@bundestag.de