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Quelle: Mitteilung der „Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter“ e.V. (ACAT), www.acat-deutschland.de

Die Journalistinnen Agnès Uwimana Nkusi und Saidati Mukakibibi verbüßen derzeit je eine vier- bzw. dreijährige Haftstrafe, weil sie 2009 und 2010 regierungskritische Artikel veröffentlicht haben.
Bei den beiden Journalistinnen handelt es sich um die Redakteurin und stellvertretende Redakteurin der unabhängigen Boulevardzeitung Umurabyo, die in der Bantusprache Kinyarwanda herausgegeben wird.

In den kritischen Artikeln ging es u.a. um die öffentliche Unsicherheit im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen 2010 und um Korruptionsvorwürfe gegen bestimmte hochrangige Staatsbedienstete, darunter auch Präsident Paul Kagame. Das Hohe Gericht hatte Agnès Uwimana Nkusi ursprünglich zu 17 und Saidati Mukakibibi zu sieben Jahren Haft verurteilt. Die Gefängnisstrafen wurden jedoch im April 2012 in einem Rechtsmittelverfahren vor dem Obersten Gerichtshof heruntergesetzt.

Beide Frauen wurden für schuldig befunden, die nationale Sicherheit gefährdet zu haben. Agnès Uwimana Nkusi wurde zudem wegen Verleumdung verurteilt. Bereits 2007 verbüßte sie eine einjährige Haftstrafe wegen „Divisionismus“ und „Verleumdung“. Grundlage war die Veröffentlichung eines Artikels, in dem die Regierung von Präsident Kagame mit der seines Vorgängers Juvénal Habyarimana verglichen wurde.

Agnès Uwimana Nkusi und Saidati Mukakibibi sind verwitwet und haben Kinder, die nun bei Verwandten leben müssen, während ihre Mütter in Haft sind. Darüber hinaus leiden beide Frauen an schweren Erkrankungen, die sich durch die Haftbedingungen noch verschlechtern.

Die derzeit regierende Partei, die Ruandische Patriotische Front (RPF), übt strenge Kontrollen über Politik, Zivilgesellschaft und Medien aus. Die Festnahme der beiden Journalistinnen geschah im Zuge eines allgemein schärferen Vorgehens gegen Regierungskritiker im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen im August 2010. Amnesty International betrachtet beide Frauen als gewaltlose politische Gefangene.

Im aktuellen Jahresbericht von Amnesty International heißt es zum Recht auf freie Meinungsäußerung in Ruanda: „Für kritischen Journalismus gab es in Ruanda so gut wie keinen Raum. Nach der Repressionswelle gegen Journalisten und Oppositionsmitglieder im Jahr 2010 blieben nur noch wenige unabhängige Stimmen im Land. Zahlreiche private Medien durften nicht mehr publizieren. Die Bemühungen um eine Verbesserung der Medienfreiheit durch legislative Reformen, technische Neuerungen und private Investitionen wurden durch die fortdauernde Festnahme von Journalisten konterkariert, die sich nichts anderes zuschulden kommen ließen, als dass sie ihrer rechtmäßigen Arbeit nachgingen. Verleumdung war auch im Berichtsjahr weiter ein Straftatbestand.“

>>> Bitte helfen Sie mit, die Freilassung der beiden Journalistinnen zu erreichen, indem Sie das nachfolgende Schreiben kurzfristig an die genannten Stellen schicken.


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Für Aktionskreis-Teilnehmer in Österreich und in der Schweiz:


ÖSTERREICH:

>>> Botschaft der Republik Ruanda: Für Österreich ist die ruandische Botschaft in Deutschland zuständig.


>>> Außenministerium, Ballhausplatz 2, A-1014 Wien, Fax: +43 (5) 011590, E-Mail: einlaufstelle@bmaa.gv.at 



SCHWEIZ:


>>> Botschaft der Republik Ruanda, 4ème étage, Rue de Vermont 37/39, CH-1202 Genf, Fax: 022/919 10 01, E-Mail: ambageneve@minaffet.gov.rw

>>> Eidgenössisches Department für auswärtige Angelegenheiten, Bundeshaus West, CH-3003 Bern, Fax: +41 (0)31 323 40 01, E-Mail: info@eda.admin.ch 



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Botschaft der Republik Ruanda

I. E. Frau Christine Nkulikiyinka

Jägerstraße 67 - 69
D-10117 Berlin

E-Mail: info@rwanda-botschaft.de
Fax: 030-209165959




Exzellenz,

Berichte über die Inhaftierung der beiden Journalistinnen Frau Agnès Uwimana Nkusi und Frau Saidati Mukakibibi erfüllen mich mit großer Besorgnis. Es handelt sich hierbei um die Redakteurin und die stellvertretende Redakteurin der unabhängigen Boulevardzeitung Umurabyo. Berichten zufolge wurden sie zu einer vier- bzw. dreijährigen Haftstrafe verurteilt, weil sie in den Jahren 2009 und 2010 regierungskritische Artikel veröffentlicht hatten. In den Artikeln ging es unter anderem um die öffentliche Unsicherheit im Vorfeld der Wahlen und um Korruptionsvorwürfe gegen hochrangige Staatsbedienstete.

Beide Journalistinnen wurden für schuldig befunden, die nationale Sicherheit gefährdet zu haben. Frau Agnès Uwimana Nkusi wurde zudem wegen Verleumdung verurteilt.

Die inhaftierten Frauen sind verwitwet und haben Kinder, die während der Gefangenschaft ihrer Mütter bei Verwandten leben müssen. Darüber hinaus leiden beide Frauen an schweren Erkrankungen, die sich durch die Haftbedingungen noch verschlechtern.

Exzellenz, bitte treten Sie bei Ihrer Regierung dafür ein, dass die beiden Gefangenen unverzüglich und bedingungslos aus der Haft entlassen werden und dass Journalisten in Ruanda nicht wegen der friedlichen Wahrnehmung des Rechts auf freie Meinungsäußerung festgenommen und strafrechtlich verfolgt werden.

Freundliche Grüße



KOPIEN:

>>> Auswärtiges Amt, Berlin, Fax: 03018-17-3402, E-Mail: poststelle@auswaertiges-amt.de


>>> Deutscher Bundestag, Ausschuss für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe, Fax: 030-227-36051, E-Mail: menschenrechtsausschuss@bundestag.de